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Institut für Rhetorik und Personalentwicklung

Coaching als Instrument der Mitarbeiterführung

Neueste Studien kommen zu dem Ergebnis, dass 69% der Deutschen ‚Dienst nach Vorschrift‘ verrichten. Für die Arbeitgeber entsteht dadurch ein jährlicher Schaden in Höhe von 220 Mrd. Euro, weil Arbeitnehmer ihre Potentiale und Ressourcen am Arbeitsplatz nicht ausschöpfen (können). Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits betonen die Menschen zunehmend den Wert ihrer Freizeit, sie suchen ihre Erfüllung nicht mehr ausschließlich im Berufsleben und sind weniger motiviert. Andererseits steigen mit zunehmender Globalisierung und Komplexität sowie der Notwendigkeit steigender Produktivität und Flexibilität die Anforderungen an die Mitarbeiter. Diese Tendenzen bringen es also zwingend mit sich, dass Mitarbeiter in einem höheren Maße Engagement, Motivation und Kreativität in ihre Arbeit einfließen lassen als noch vor einigen Jahren.

Coaching ist ein viel versprechender Ansatz, die Kluft zwischen den veränderten Trends -steigende Anforderungen auf der einen Seite und sinkendes Engagement auf der anderen- zu schließen.

Der Begriff „Coach“ wird in den vergangenen Jahren zunehmend inflationär verwendet, beinhaltet jedoch im Wesentlichen eine Beziehung, bei der der Coach beratend und motivierend versucht, gemeinsam mit dem zu Coachenden, Ziele zu formulieren und diese unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten zu erreichen.

Grundsätzlich zeichnen sich die Fähigkeiten eines Coaches dadurch aus, dass er sicher und souverän mit den Methoden und Strategien zur Kommunikationsfähigkeit, zum Selbstmanagement und zum Systemdenken umzugehen weiß und eine überzeugende und glaubwürdige Persönlichkeit ausstrahlt.

Nun ist bislang viel zu wenig auf die Unterscheidung von internen und externen Coaches eingegangen worden. Dieser Unterschied ist sowohl in strategischer wie in betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu vertiefen.

Bereits etymologisch finden sich zwei unterschiedliche Ausgangspunkte, die den Begriff Coach näher erläutern. Die Unterscheidung zwischen Kutsche und Kutscher stellt inhaltlich sowie bildlich das Grundgerüst zur Verfügung. Der „Coach als Kutsche“ stellt sich vollkommen in den Dienst des anderen, um ihn –den zu Coachenden- schneller an sein Ziel zu bringen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Diese sprachwissenschaftliche Ableitung beschreibt das Verständnis von externen Coaches, die ihre Aufgabe einzig und allein darin sehen, als Spiegel oder Hebamme zu fungieren.

Führungskräfte, die im Unternehmen selbst tätig sind und die Interessen des Unternehmens vertreten, sehen sich in der Rolle als Coach dagegen einer doppelten Herausforderung gegenüber. Einerseits sollen sie ihre Mitarbeiter beraten, fördern und motivieren, andererseits stehen sie für die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse gerade und tragen nicht zuletzt ein hohes Maß an Verantwortung. In diesem Sinne fungiert der Coach als „Kutscher“. Ein guter Kutscher, der sein Ziel fest im Blick hat, verliert auf seiner Reise niemals die Bedürfnisse seiner Pferde aus den Augen. Er weiß, wann sie Erholungspausen benötigen, wann sie trinken müssen und wann sie zu Höchstleistungen fähig sind. (Der Kutscher weiß, dass er mit gesunden, leistungsstarken Pferden immer sein Ziel erreichen wird.) Der Coach in einem Unternehmen steht genauso wie der Kutscher vor einer doppelten Herausforderung. Auch er hat sein Ziel fest im Visier, darf aber die Bedürfnisse und Fähigkeiten seiner Mitarbeiter nicht vernachlässigen.

Insbesondere das hohe Anforderungsprofil, die Führungs- und Förderkultur in Balance zu halten, erfordert einen erheblichen Aufwand bei der Implementierung eines solchen Führungsstils. Idealerweise sollte dieser Prozess auf vorhandene Personal- und Organisationsentwicklungskonzepte abgestimmt werden. Ferner ist sorgfältig abzuwägen in welchem Maße interne und externe Coachingprozesse ineinander greifen. Denn ein interner Coach wird sich in seiner Arbeit wiederum in einem externen spiegeln müssen.

Insgesamt bietet Coaching in dieser differenzierten Betrachtung die Möglichkeit, dass Mitarbeiter motivierter und engagierter sind und maßgeblich zum betriebswirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen.

 

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